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Fett / Eiweiß Auswertung




Auf dem Ergebnisbericht der monatlichen Milchleistungsprüfung ( MLP ) wird für jede geprobte Kuh auch der Fett / Eiweiß-Quotient (FEQ) der Milch ausgegeben. Die Auswertung der FEQ Werte wird, leicht verständlich und übersichtlich, in einer Punktegrafik dargestellt.

Der FEQ ergibt sich aus dem Verhältnis von Fett-% zu Eiweiß-% und sollte optimalerweise über die gesamte Laktation zwischen 1,1 und 1,4 liegen. Der FEQ fasst die Aussagekraft von Fett- und Eiweißgehalt zusammen und liefert Informationen über Wechselwirkungen beider Werte.
Bei leistungsgerecht gefütterten, gesunden Kühen mit funktionierendem Stoffwechsel verlaufen Fett- und Eiweißwerte über die gesamte Laktation nahezu parallel. Für abnormale Werte sind fast immer Fütterungsfehler verantwortlich.

Als Acidose bezeichnet man eine Störung der Pansenverdauung. Ausgelöst wird eine Pansenübersäuerung durch ein Überangebot an leicht verdaulichen Kohlenhydraten (Zucker und Stärke) und einem Mangel an strukturierten Rohfasern in der Ration, einhergehend mit einer zu geringen Futteraufnahme. Der Strukturmangel führt dazu, dass die Kühe weniger wiederkauen und entsprechend weniger Speichel als Puffersubstanz bilden. Die Futteraufnahme geht zurück und der Kot wird häufig sehr dünn und enthält zunehmend unverdaute Futterpartikel. Pansenacidosen treten aber auch schon in den ersten Wochen nach dem Kalben (Frischkalberacidose) auf. Verantwortlich dafür sind Fehler in der Vorbereitungsfütterung und eine ungenügende Umstellung auf die energie- und konzentratreiche Ration der laktierenden Kühe. Sie sind aber häufig auch Folgen von anderen Stoffwechselproblemen wie z.B. Ketosen. Ein frühzeitiges Erkennen gerade einer subklinischen Acidose ist in der Praxis oft schwierig. Es ist daher wichtig, bereits erste Anzeichen zu erfassen. Verringerte Wiederkauaktivität, ein niedriger Fett- Eiweiß-Quotient, struppiges Fell, vermehrt Lahmheiten und Klauenprobleme sind Hinweise auf eine acidotische Belastung der Herde.

Durch starkes Abmagern von Tieren zu Laktationsbeginn infolge eines zu geringen Futterangebots steigt der Milchfettgehalt infolge des vermehrten Körperfettabbaus. Dies ist auch festzustellen bei Tieren, die zum Zeitpunkt der Kalbung stark verfettet sind und die zu Beginn der Laktation trotz vorhandenen Angebots nicht genügend Futter aufnehmen. Durch den starken Abbau körpereigenen Fettes bei gleichzeitig einsetzender Milchleistung kommt es bei diesen Tieren zu Stoffwechselstörungen, bei denen im Blut vermehrt sog. Ketonkörper anfallen (Ketose). Diese belasten die Leber und bewirken einen weiteren Appetitverlust. Hohe Milchfettgehalte zu Beginn der Laktation weisen auf das vermehrte Vorliegen subklinischer Ketosen hin.