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Gesundheitsmonitoring Rind Baden-Württemberg


Im Mai 2010 wurde das Gemeinschaftsprojekt von Ministerium Ländlicher Raum, Tierseuchenkasse, Tierärztekammer, Bundesverband Praktizierender Tierärzte, Rinderunion, Universität Hohenheim und LKV Baden-Württemberg gestartet. Finanziell unterstützt wird das Projekt von Ministerium und der Tierseuchenkasse. Von praktizierenden Tierärzten gestellte und auf den Abgabe- und Anwendungsbelegen dokumentierte Diagnosen werden von Zuchtwarten des LKV erfasst und für Landwirte und Tierärzte aufbereitet. Die Daten der Milchleistungsprüfung werden um Daten der Tiergesundheit ergänzt. Die ausgewerteten und aufbereiteten Diagnosedaten sollen dem Landwirt bei seinem Herdenmanagement helfen und den Tierarzt bei seiner Bestandsbetreuung unterstützen. Das Ziel sind gesunde, langlebige Milchkühe. Hohe Bestandsergänzungskosten belasten die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeugung, hier sollte gegengesteuert werden. Ein Fernziel des Projekts sind Zuchtwerte für Gesundheitsmerkmale für Besamungsbullen. In Skandinavien und Österreich gibt es diese bereits, z.B. Zuchtwerte für Eutergesundheit, Klauengesundheit, Fruchtbarkeit und Milchfieber.
Im Rahmen des Gesundheitsmonitorings kommt ein bundeseinheitlicher Diagnoseschlüssel zum Einsatz. Nur so lassen sich Auswertungen für Herdenmanagement und schlussendlich eine Zuchtwertschätzung gewährleisten. Die Zuchtwarte des LKV werden die von Tierärzten dokumentierten Diagnosen bei ihren Betriebsbesuchen mit Hilfe eines Handcomputers erfassen. Im Laufe des Jahres 2011 wird der LKV zusammen mit der Tierärzteschaft Berichte für Landwirte und Tierärzte erarbeiten. Voraussetzung für die Abarbeitung dieser Aufgabe ist das Vorliegen erster Diagnosen im Datenbestand des LKV. Entsprechende Listen und Auswertungen für Einzelkühe und die Herde sind auch im RDV4M vorgesehen. Es kann davon ausgegangen werden, dass bereits im 2. Quartal des Jahres 2011 erfasste Diagnosen bei der Anwendung „Beobachtungen und Aktionen“ angezeigt werden. Auch die Beobachtungen der Landwirte sollen beim Gesundheitsmonitoring Rind miteinbezogen werden. Gleiches gilt für die Beobachtungen professioneller Klauenschneider. Beide Akteure sollen über standardisierte Schlüssel und maßgeschneiderte Erfassungssysteme ihren Beitrag leisten können. Gerade Klauenschneider könnten sich um die Tiergesundheit zusätzlich sehr verdient machen. Einige Klauenerkrankungen weisen eine relativ hohe Vererblichkeit auf. Verlässliche, standardisierte Informationen könnten sehr segensreich eingesetzt werden. Die ersten Ansätze des Projektes „Gesundheitsmonitoring Rind BW“ sind sehr vielversprechend. Die Projektpartner sind sehr zuversichtlich, dass weitere LKV-Mitgliedsbetriebe und Tierärzte für das Gesundheitsmonitoring gewonnen werden können. Bei Interesse am Projekt ist jeder Zuchtwart in der Lage, entsprechende Auskunft zu geben.