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Mineralstoffebedarf

Mineralstoffe werden täglich von der Milchkuh in großen Mengen über die Milch ausgeschieden. Bei einem Mineralstoffmangel sinkt nicht der Mineralstoffgehalt der Milch, sondern die Milchleistung. Für eine bedarfsgerechte Versorgung ist auch die Kenntnis der Mineralstoffgehalte in den Grundfuttermitteln erforderlich. Daher müssen für eine exakte Rationsberechnung Grundfutteranalysen vorliegen, weil die Mineralstoffgehalte des Futters, insbesondere der Grassilage enorm schwanken können und allgemein Tabellenwerte wenig hilfreich sind.
Mineralstoffe werden in Mengenelemente und Spurenelemente unterteilt. Zu den Mengenelementen zählen Calcium (Ca), Phosphor (P), Magnesium (Mg), Natrium (Na), Kalium (K), Schwefel (S) und Chlor(Cl). In der Praxis sind vor allem Ca, P, Mg, und Na zu berücksichtigen.


Calzium

• Bedeutung: Bestandteil von Knochen, Zähnen und Speichel, Bestandteil der Zellmembran (wichtig für Zellstoffwechsel), Ph-Regulierung im Pansen, Blutgerinnung (Umwandlung von Prothrombin in Thrombin), Nerven- und Muskelfunktion.

• Mangelerscheinung: Stoffwechselstörungen, Wachstumsstörungen, Demineralisierung des Skeletts, Knochenweiche. Durch die ungenügende Mobilisierung aus dem Skelett und die unzureichende Ca- Resorption kann nach dem Kalben Milchfieber (Gebärparese) auftreten.

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Phosphor

• Bedeutung: Bestandteil von Knochen, Zähnen und Speichel, Bestandteil von Nukleinsäuren, Bestandteil von Phosphaten (ATP) und Phospholipoiden, Aufrechterhaltung des Säure-Base Gleichgewichtes.

• Mangelerscheinung: Verringerte Futteraufnahme, Wachstumsstörungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Knochenweiche, Verringerte Pansenfunktion.

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Magnesium

• Bedeutung: Bestandteil von Knochen, Zähnen und Zellen; Nerven- und Muskelfunktion, Bestandteil von Enzymen Eiweißsynthese.

• Mangelerscheinung: Muskelkrämpfe, Weide- und Stalltetanie

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Natrium

• Bedeutung: Hauptbestandteil der extrazellulären Flüssigkeit, Regulierung des osmotischen Druckes, Nervenfunktion (Impulsübertragung), Regulierung d. Wasserhaushaltes Bedeutung im Säure Base Haushalt.

• Mangelerscheinung: Verringerte Futteraufnahme, Wachstumsdepression, Leistungsminderung, Muskelkrämpfe, Lecksucht.

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Kalium

• Bedeutung: Regulierung des osmotischen Druckes, Funktion beim Säure-Base Haushalt, Enzymaktivator, Nerven- und Muskelfunktion, Beteiligung am Kohlenhydratstoffwechsel

• Mangelerscheinung: Keine, da der K- Gehalt in den Futtermitteln den Bedarf weit übersteigt.


Empfehlungen zur Versorgung von Milchkühen mit Mineralstoffen

kg Milch-
leistung

TM-
Aufnahme
Calzium
Phosphor
Natrium
Magnesium
650 kg LM
kg / Tag
g/Tag
g/kg TM
g/Tag
g/kg TM
g/Tag
g/kg TM
g/Tag
g/kg TM
15
14-15
67
4,6
42
2,9
18
1,2
21
1,4
20
15-17
82
5,1
51
3,2
21
1,3
24
1,4
25
17-18
99
5,5
61
3,4
25
1,4
27
1,5
30
19-20
114
5,8
71
3,6
29
1,5
31
1,6
35
20-22
130
6,2
80
3,8
32
1,5
33
1,6
40
22-23
145
6,4
89
4,0
36
1,6
36
1,6
45
24-25
162
6,4
99
4,0
40
1,6
40
1,6