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Milchinhaltsstoffe



Milchfett

Der Milchfettgehalt zeigt eine ausreichende Versorgung mit strukturierter Rohfaser an und steht indirekt für ein gesundes Pansenklima. Ein niedriger Milchfettgehalt deutet auf eine fehlerhafte Rationsgestaltung hin, die meist als Pansenacidose bzw. Übersäuerung den Stoffwechsel belastet.

Im Zusammenhang mit der Energieversorung ergeben sich oft schwankende Werte. Vor allem am Beginn der Laktation sind Werte über 5 % öfters anzutreffen und ergeben sich aus einem Energiemangel in der Futterration bei zu fetten Kühen. In Verbindung mit niedrigen Milcheiweißwerten geht die Entwicklung bereits in Richtung Acetonämie (Ketose), einer gefährlichen Stoffwechselstörung, welche meist auch einen Milchleistungsrückgang zur Folge hat.

  Milch Zellgehalt

Somatische Zellen der Milch sind Körperzellen, die zum Teil aus dem Epithelgewebe des Euters (Epithelzellen), zum Teil aus dem Blut (Leukozyten) in die Milch gelangen. Der Gehalt an somatischen Zellen beträgt normalerweise 10.000-250.000 pro ml Milch.

Als Maßstab für die Eutergesundheit ist der Zellgehalt der Milch von großer Bedeutung. Hohe Werte weisen auf Eutererkrankungen hin und verlangen eine genaue Ursachenforschung. Außerdem wird die Aussagekraft der übrigen Milchinhaltsstoffe stark vermindert. Betroffene Tiere müssen unbedingt behandelt und bei häufigem Auftreten muss die Melktechnik überprüft werden.

 

Milcheiweiß

Der Milcheiweißgehalt wird stark von der Energieversorgung über das Futter beeinflusst. Energiemangel bedingt auch bei guter Eiweißversorgung nur mäßige Eiweißwerte. Da der größte Teil der Eiweißversorgung über den Pansen erfolgt, erweist sich auch hier ein optimales Pansenklima als notwendig.

Niedrige Eiweißwerte von unter 3 % zeigen Ketosegefahr bei hohen Milchleistungen am Laktationsbeginn. Hohe Werte hingegen ergeben sich bei niedrigen Leistungen am Ende der Laktation, wenn Kühe nicht leistungsgerecht versorgt werden und durch energetische Überversorgung zunehmend verfetten!

Harnstoffgehalt

Dieser Wert ergibt mit dem Milcheiweißgehalt eine recht gute Möglichkeit, das Verhältnis von Energie und Eiweiß in der Ration zu überprüfen. Anzustrebende Werte sind im Bereich 15 bis 30 mg/100 ml bei normalen Eiweißgehalten, je nach genetischer Veranlagung zwischen 3,2 % und 3,6 %.

Für die Einzelkuh dürfen die Harnstoffwerte nicht überbewertet werden, da sie stark schwanken können. Innerhalb von Leistungsgruppen sind aber deutliche Tendenzen ablesbar und Rückschlüsse auf die Fütterung möglich.